Bund und Länder fördern Verbund „Text+“

Ziel ist, text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig zu erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft zu ermöglichen.

05.07.2021

Text+ startet offiziell im Herbst 2021 nach mehrjähriger Vorbereitungszeit und wird zunächst für fünf Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat den Verbund „Text+“ bewilligt und fördert ihn im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). „Text+“ hat sich zum Ziel gesetzt, text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig zu erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft zu ermöglichen. Die Initiative wird zunächst für fünf Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Vice-Speaker des Konsortiums „Text+“ ist TU-Professorin Andrea Rapp. Rapps Fachgebiet Computerphilologie und Mediävistik sowie die Universitäts- und Landesbibliothek (Prof. Thomas Stäcker) und die Hochschule Darmstadt (h_da, Prof. Stefan Schmunk) sind am Verbund beteiligt, zu dem bereits mehr als 30 Partner aus universitären sowie außeruniversitären Einrichtungen gehören. Koordiniert wird „Text+“ vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim zusammen mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt/Leipzig, der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen sowie der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

„Text+“ baut eine auf Sprach-, Schrift- und Textdaten ausgerichtete Forschungsdateninfrastruktur auf. Der Verbund konzentriert sich zunächst auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und wissenschaftliche Text-Editionen. Derartige digitale Daten sind von großer Bedeutung für alle sprach- und textbasierten Disziplinen. Da Text und Sprache in der Kommunikation in den Wissenschaften nach wie vor eine zentrale Rolle spielen, können alle weiteren Disziplinen von „Text+“ profitieren.

Die NFDI soll in Form eines wissenschaftsgetriebenen Prozesses forschungsrelevante Datenbestände systematisch erschließen, sichern, zugänglich machen und verknüpfen. Insgesamt beabsichtigen Bund und Länder, bis zu 30 Konsortien über alle wissenschaftlichen Disziplinen hinweg zu fördern. Hierfür stehen bis zu 90 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache/sip