Neuer Artikel zu Klimapolitik und Populismus erschienen

Same, same but different? How democratically elected right-wing populists shape climate change policymaking

11.04.2022 von

Same, same but different? How democratically elected right-wing populists shape climate change policymaking [https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09644016.2022.2053423]

Mit dem Pariser Klima-Abkommen hat sich die Weltgemeinschaft ambitionierte Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels gesetzt. Gleichzeitig steht die konkrete Umsetzung weltweit vor großen Herausforderungen. Als schärfste Gegner*innen klimapolitischer Maßnahmen haben sich dabei in den letzten Jahren populistische Bewegungen und Einzelpersonen hervorgetan – auch und gerade in demokratischen Staaten.

In einem gerade erschienenen Artikel untersuchen und vergleichen wir, wie drei demokratisch gewählte Rechtspopulisten ihre Rhetorik in Klimapolitik und institutionellen Wandel umsetzen. Dazu analysieren wir drei konkrete Bereiche populistischer Argumentation: (1) die ökonomische Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen, (2) Konflikte zwischen Globalismus und nationalistischen Prioritäten und (3) Spannungen zwischen universellen Erkenntnissen der Wissenschaft und situierten Erfahrungen. Wir entwickeln einen analytischen Rahmen zur Untersuchung rechtspopulistischer Klimapolitik und testen den Ansatz mit empirischen Beobachtungen aus den USA, den Philippinen und Brasilien.

Wir können zeigen, dass der Einfluss der Populisten auf die Klimapolitik auch langfristig stark ist, gleichzeitig diese Effekte aber stark vom Kontext abhängen. Die Auseinandersetzung mit populistischer Klimapolitik muss daher stärker auf lokale Gegebenheiten eingehen und zwischen den wirtschaftlichen, anti-elitären und wissensbasierten Grundlagen unterscheiden, mit denen Klimaschutz verflochten ist.

Hier können Sie den Open-Access-Artikel lesen: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09644016.2022.2053423